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30.7.2019

Dr. Hans Erich Müller, Mühlhausen:

Der Artikel von Verena Unger, Erfurt, (die uns mit der Lesung aus "Falkenflug..." eingeladen hat), vom 4. Mai ("Der Wert der Freiheit") hat mir sehr gut getan. Schön, dass es Leute gibt, die etwas gegen das Vergessen tun. Viel zu schnell wird bei den Problemen, die wir heute haben, vergessen, in welch einem Staat wir vor 1990 leben mussten. Mit der Arroganz der Macht hielt er uns alle als Gefangene und verkaufte sein marodes, miefiges System als allein seligmachendes Paradies. Die Partei hatte immer Recht, und eine Opposition brauchte man nicht. ... Die so hart errungene Freiheit wird dauernd bedroht. Wer die heutigen ...nicht geringen Probleme (Klimawandel...) für bedeutender als die Freiheit hält, wird anfällig gegenüber populistischen Demokratiefeinden. Gerade deshalb halte ich die Erinnerung an die untergegangene DDR für so wichtig. Und es gibt noch eine weitere Gefährdung unserer Freiheit. Die Industrie späht alle unsere ...Gewohnheiten aus und manipuliert unsere Wünsche. Dann wird uns z. B. keine Versicherung verkauft, wenn wir nicht Wohlverhalten zeigen. Nicht auszudenken, was das in der Hand weniger Mächtiger mit unserer Freiheit macht! ...Mitbürger, kämpft um eure Freiheit und genießt sie, solange ihr sie habt!

23. Oktober 2019:

Norbert Wagner aus Nordhausen über das Gemälde "Rhein und Mosel - Claus und Gisel":

...nun noch Dank an Claus für seine Bild Kopie. Das Bild von Eurer Moselreise ist ein Kunstwerk besonderer Art.

2. November 2019:

Dr. Ilse Tödt über diese Homepage:

So viele Stimmen zu Euren Texten! Eure Zeitzeugen-Seiten werde ich noch öfter aufrufen. Sie wecken jedenfalls bei mir Interesse...Meine Lyrikhefte ...pflegen- bis auf "Dankeschön"- meist Echo-los zu bleiben. Ein guter Freund mailte jüngst (zu Gedichten): "Typisch Ilse Tödt". Das tut schon gut.

19. Dezember 2019:

Der 87-jährige Schriftsteller Dittker Slark aus Darmstadt schrieb über die "BodenseeRundfahrt":

"Dein Bodenseebuch lese ich mit Freude. Erinnerungen werden wach. Ich kenne den See sehr gut, 1937 war ich erstmals dort in Immenstaad, nach dem Krieg auch... In jüngerer Zeit in Lindau mit B. und den Enkeln".

31. Dezember 2019:

Grüße zum neuen Jahr schickte Frau H. Stampf von der Stadtbibliothek in Naila in Bayern: Ich habe mich gefreut, dass Sie in diesem Jahr wieder bei uns gelesen haben.

Die Regelschullehrerin Verena Unger (mit Partner) aus Erfurt/Neudietendorf schrieb: Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen beste Gesundheit und viel viel Schaffenskraft. Gerne möchten wir Sie wiedersehen.

5. März 2020

Der Geschäftsführer A. Taherivand bedankte sich für die 12 Spenden über das Jahr 2019 für die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia, die "nur durch die Unterstützung von Menschen wie Ihnen möglich" ist. Keine Ursache, gern geschehen.

28. März 2020

Der freie Rezensent Peter Zielinski aus Meerane über einen Roman von Claus Irmscher, den er als: "Ein Sturkopf erinnert sich" vorstellt: Diese Rezension darf aus vertraglichen Gründen hier nicht veröffentlicht werden, wird jedoch im "Allgemeinen Anzeiger" erscheinen.

19. April 2020

Aus Anlass einer Illustration zum Roman "Jugendjahre eines Sturkopfs" mit dem Bildtitel: "Gleichnis vom Besteigen der Barbarine" schrieb die Lektorin Dr. Ilse Tödt: ...so wacklig hatte ich mir die Barbarine nicht vorgestellt - aber das Wacklige hat das Gute zur Folge, dass Menschen - Heilige inbegriffen - auch beim Seelenwägen keine feststehenden Ergebnisse erwarten sollten. Dass der Volksheilige uns Deutschen die Schlafmütze des "Michels" aufgesetzt hat, begreife ich erst jetzt...Ja, bleibt auch Ihr uninfiziert!".

19. Mai 2020

Der Schriftsteller Dittker Slark aus Darmstadt äußerte sich: "Danken möchte ich Dir heute noch für Dein neues Buch "Jugendjahre eines Sturkopfs" (Warst Du wirklich so ein 'Sturkopf wie Carl?') Gratulation zu diesem Buch, habe bereits die die reichlicheh Hälfte gelesen. Bin sehr beeindruckt! Ein gelungenes Werk: Lebendig, unterhaltsam, interessant, offen und ehrlich geschrieben. Ein Stück Kulturgeschichte in der Mitte des 20. Jhs. Ich wünsche Dir den verdienten Erfolg und viele Leser.

30. Mai 2020

Rezension: Autoren aus Ziegenrück - Zeitzeugen schreiben und lesen gegen das Vergessen

Seit der Zeitzeugenlesung im April 2019 kenne ich das Autorenpaar Gisela Rein und Claus Irmscher. Frau Rein las vor meinen Schülern der 10. Klasse aus ihrem bewegenden Tatsachenroman "Falkenflug - eine verlorene Jugend in der DDR", Herr Irmscher unterstützte sie mit dialogischem Lesen, Zitaten aus der Verfassung der DDR und einer selbst verfassten Parodie zum Thema Freiheit in der DDR. Dieses Schulprojekt "DDR-Geschichte hautnah" hinterließ Nachhaltigkeit: bei meinen Schülern viel mehr als bloße Wissensvermittlung über diesen Unrechtsstaat, bei mir den Wunsch, dieses engagierte Autorenpaar persönlich näher kennen zu lernen.

Beeindruckend - mit welcher Hartnäckigkeit das inzwischen betagte Ehepaar dem Vergessen und Verdrängen trotzt. Dass das Interesse an Lesungen zum Thema DDR - besonders im Osten - nachlässt, ist für beide Autoren keinesfalls Grund aufzugeben. Aber es stellt sich die Frage nach dem Warum. Warum gibt man Zeitzeugen, die unsere Vergangenheit lebendig in Klassenzimmer tragen, nicht einfach mehr Raum und Unterstützung? Sind sie zu unbequem, weil viele diese DDR-Wahrheiten nicht mehr hören wollen? Oder weil diese Autoren zu unbekannt sind auf dem heutigen Büchermarkt?

Ihr eigens gegründeter Espero-Verlag ist nur eine kleine Möglichkeit, die Vielzahl ihrer Werke auf den Markt zu bringen. Das mit Herzblut eingerichtete Poeten-Stübchen im Heimatort Ziegenrück als Ausstellungs- und Lesungsort ist ein weiteres Beispiel an der Liebe zum geschriebenen Wort festzuhalten.

Zeitgeschehen und persönliches Erleben stehen stets im Fokus beider Schriftsteller - ob in ihrenRomanen, in den wunderbaren Reiseschilderungen oder aber in Claus Irmschers Gedichtbänden. So gelingt ihm mit Bravour und spitzer Feder das satirische Poem "Vom Regen in die Traufe - Wie Schraps in die Marktwirtschaft stolpert", in dem der Werdegang eines braven DDR-Bürgers nach der Wende und der Übernahme in das Land der bunten Hoffnung nachgezeichnet wird.

Die beiden Autoren gönnen sich keine Pause.

Während Gisela Rein gerade an ihrem "Wendetagebuch" schreibt, befasst sich Claus Irmscher mit seinem autobiografischen Roman. Der erste Teil "Jugendjahre eines Sturkopfs" ist gerade neu erschienen. Selbstreflektion, Aufarbeitung, Vergangenheitsbewältigung findet der Leser auch auf diesen Seiten. Ein bewegendes Leseerlebnis, inhaltlich und sprachlich ein Hochgenuss.

Gisela Rein und Claus Irmscher - Zeitzeugen, die unsere Geschichte am Leben erhalten, verdienen einfach mehr Anerkennung und Gehör, als man ihnen derzeitig zugesteht. Dass ihr leidenschaftlicher Einsatz ein breiteres Lesepublikum erreichen kann, vor allem an Schulen, davon konnte ich mich persönlich überzeugen. Und es soll als dringende Empfehlung für einen lebendigeren Geschichts- und Deutschunterricht (ab Klasse 10) wahrgenommen werden. Denn wieviel Zeit bleibt uns noch für lebende Zeitzeugen?

Verena Unger, geboren 1958 in Bautzen, Studium an der Pädagogischen Hochschule Erfurt von 1977 bis 1981, Diplompädagogin seit 1981 in den Fächern Deutsch, Kunsterziehung (nach 1990 auch in Ethik und Darstellen/Gestalten).

11. Juni 2020

Über die Kenntnisnahme der Rezension von Verena Unger bei der THILLM, dem Thür. Institut für Lehrerfortbildung ...in Bad Berka:

"...vielen Dank für diese Wortmeldung. Ich dachte mir bereits, dass Sie beide Geschichte für Schüler*innen emotional nacherfahrbar gestalten können, die beste Art des Zugangs überhaupt. Ich wünsche Ihnen und den nachfolgenden Generationen in unseren Schulen, dass Sie dazu noch viel Gelegenheit bekommen", herzlichst grüßt Rigobert Möllers.

25. Juni 2020

Die Meinung der ersten Leserin des Buches "Letzte Briefe der Soldatenfrau" von Gisela Rein, Annette B. aus Erfurt:

"Dein Buch habe ich an einem Tag durchgelesen. Es hätte mir keine Ruhe gelassen, nachdem ich damit angefangen hatte. Es war für mich spannend, da ich durch Deine Erzählungen schon einiges kannte. Wenn ich an die Briefe Deiner Mutter denke, habe ich ein mulmiges Gefühl. Durch Astrid Lindgrens "Kriegstagebücher" habe ich mich schon sehr mit den Grausamkeiten dieses schrecklichen Krieges befasst. Besonders die Briefe, die Deine Mutter geschrieben hat, in dem Glauben, dass ihr Mann, Dein Vater, noch lebt. Was muss sie gefühlt haben, als dann dieser offizielle Umschlag kam, in dem stand, dass er nicht mehr am Leben ist? Es würgt in mir, wenn ich nur daran denke!"

19. Juli 2020

Rezension des Journalisten, Autors und Kameramann Peter Zielinski aus Ronneburg über den Roman "Jugendjahre eines Sturkopfs" von Claus Irmscher, veröffentlicht im "Allgemeinen Anzeiger", Ausgabe Vogtland:

Ein Sturkopfs erinnert sich.  Claus Irmschers Entwicklungsroman aus den Anfangszeiten der DDR

   Das Spezialgebiet des Ziegenrücker Autors Claus Irmscher ist die DDR in ihren unschönen Facetten. Nun hat er mit "Jugendjahre eines Sturkopfs" den ersten Teil einer Coming-of-Age-Roman-Trilogie vorgelegt. Es ist die Geschichte eines Jungen namens Carl aus dem Altenburger Land. Er war eines jener vielen Tausend, im Krieg geborenen Kinder, deren Väter gefallen waren. Einer neuen Heirat und dem Familienglück ihrer Mütter nach dem Krieg standen sie buchstäblich im Wege. Absurde gesellschaftliche Konventionen, patriarchalische Gesellschaftsstrukturen und die unter den Teppich gekehrte Nazivergangenheit waren auch in der eben erst gegründeten Deutschen Demokratischen Republik anzutreffen. Unweigerlich führte das dazu, dass frau versuchte, diese lästigen Kinder irgendwie loszuwerden.
   So ergeht es Carl. Seine Mutter läßt ihn bei Verwandten zurück und verschwindet. Carl ahnt nichts davon, dass die Menschen, die ihn umsorgen, in Wahrheit gar nicht seine leiblichen Eltern sind. Nachdem erst die "Mutter", dann die "Großeltern" kurz hintereinander sterben, heiratet der "Vater" ein weiteres Mal. Die Stiefmutter ist freundlich, aber reserviert. Dies wird noch schlimmer, als ein Bruder zur Welt kommt. Nun hatte auch der "Vater" kein gesondertes Interesse mehr an dem kleinen Carl. Schlussendlich wird er zu einer entfernten Tante abgeschoben.
   Traumatische Erlebnisse, die ein Kind fürs Leben prägen. Der Leser wird auf eine harte Probe gestellt, Carls Leidensgeschichte auszuhalten. Denn nicht immer ist es klar, ob die kreativen und intellektuellen Widerstandskräfte des Kindes ausreichen, um seelisch zu überleben. In einer bildreichen Sprache, voller einfühlsamer Beobachtungen, versucht der Autor dem Leser die innere Welt eines Jungen in dieser Zeit zu vermitteln. Schnell wird klar, dass Carl nicht nur ein ausgeprägtes technisches Verständnis besitzt. Der Drang, sich künstlerisch auszudrücken, wird immer stärker.
   Spätestens hier könnten erste autobiografische Parallelen zu Claus Irmscher als naheliegend betrachtet werden. Das Leben des Autors und sein beruflicher Werdegang sind ebenso von vielen Etappen und Versuchen geprägt. Maschinenschlosser, Theaterdirektor, Bürgermeister oder Handelsvertreter, um nur einige seiner Stationen zu nennen. Heute hat er einen Verlag in Ziegenrück, schreibt und veröffentlicht, gemeinsam mit seiner Frau Gisela Rein Romane, Erzählungen, Reiseberichte und Gedichte. Als Zeitzeugen und Gesprächspartner sind die beiden in Schulen unterwegs und versuchen, den Schülern die Lebenswelten der DDR nahezubringen. "Erst wenn konkret Erlebtes geschildert wird, wenn die Kinder die Menschen vor sich sehen, dann wird Geschichte plastisch und bleibt in den Köpfen hängen. Das ist die Mission von mir und meiner Frau", sagt Claus Irmscher.
   Was von Carl und seinem Leben beim Leser hängen bleibt, ist die Haltung, mit der er der Welt begegnet. Eine Haltung, die einen konstruktiven Sozialismus forderte, der weit von der realen DDR-Welt entfernt war. Man könnte sagen, Claus begegnet uns in Carl und umgekehrt, auf der Suche nach einer sozialen Welt , oder, wie es Friedrich Hölderlin formulierte: "Wir sind nichts; was wir suchen ist alles." Spätestens im nächsten Jahr, mit der Veröffentlichung des zweiten Teils der Trilogie, wird der Leser mehr über die Suche des jungen Mannes Carl erfahren.

27. Juli 2020

Brief von Antje Wenzel aus Gera: "Die Mitarbeiter der Bibliothek Gera haben etwas verpasst! Und das teile ich denen auch noch persönlich mit. Ihr Buch "Jugendjahre eines Sturkopfs" hat mich sehr berührt: in der Art und Weise, wie es geschrieben ist, inhaltlich und auch und vor allem, wie Sie es vorgetragen haben! Vor meinen inneren Augen lief ein Film ab; ich konnte den kleinen und später  auch größeren Carl gut nachempfinden, obwohl ich Ähnliches nicht erlebt habe. Ich habe  vom Schreiben keine Ahnung, aber von Emotionen und Bildern, die mich erreichen und berühren.
   Das wollte ich Ihnen persönlich und auch in Form eines Briefes mitteilen! Und vor allem möchte ich Sie ermuntern, weiter zu schreiben und sich von niemandem abhalten zu lassen wie von Bibliotheken im "Osten". Gehen Sie dorthin, wo man Sie hören möchte. Das Buch wird ein Erfolg! Glauben Sie mir!  Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude und Erfüllung beim Schreiben und die Wertschätzung, die Ihnen gebührt!
   Heute  sind Sie im AA auf der Titelseite. Ich habe heute morgen mit meiner Mutter telefoniert, die mir dies freudig berichtete. Da klang so ein Stolz heraus, dort bei Ihnen gewesen zu sein! Ja, so ist das! Wir sehen uns kommenden Freitag in der Poetenstube (zur Lesung "Letzte Briefe der Soldatenfrau" von Gisela Rein). Bis dahin...