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Erfahren Sie auf dieser Seite, was gerade passiert und oder was uns durch den Kopf geht. Die Kürzel bedeuten: Gisela Rein (G.R.) und Claus Irmscher (C.I.) als Autoren.

15. November 2019:

   Als Teilnehmer an den Thüringer Buchtagen am 15. und 16. November im Parksaal des Steigerwaldstadions präsentieren sich die beiden Schriftsteller Gisela Rein und Claus Irmscher vom Espero-Verlag Ziegenrück wie in den vergangenen Jahren auch. Zeitlos und aktuell zugleich, im Rahmen des 30. Jahrestags des Mauerfalls, berichten sie in Büchern wie "Falkenflug-eine verlorene Jugend in der DDR", "Spitzels Tochter", "Vom Regen in die Traufe", "Reqiem für eine Sozialistin", von der Indoktrination des DDR-Systems anhand von ganz persön-lichen Schicksalen, die vor allem in Schulen großen Anklang finden. Sie stellen aber auch im umfangreichen Roman "Abenteuer Erfurt" die gebrochenen Lebensläufe nach der Wiedervereinigung dar und entlarven so die Politik, die in ihrer einseitigen Interessenvertretung für die westdeutschen Konzerne den Osten in gröbster Weise benachteiligt haben und dies bis heute fortsetzen. Lyrisch bis satirisch veröffentlichte Claus Irmscher "Gedichte aus 6 Jahrzehnten" mit seiner oppositionellen Haltung vor 1989 und weist aktuelle Angriffe von STASI-Sympathisanten zurück, die ihn der Vorteilsnahme bezichtigen und ein Opfer der DDR-Indoktrination in übelster Weise schmähen. Mit umfangreichen Reportagen durch 6 Länder, illustriert mit Fotos oder Karikaturen, setzen sich die beiden Autoren für ein einiges friedliches Europa ein. Es lohnt sich, einen Besuch am Stand des Espero-Verlages zu erwägen.


3. Oktober 2019:

Service beim Unterhemdenkauf
   Ein Ehemann bekam von der Frau gesagt, dass er sich mal neue Unterhemden besorgen müsste, weil die alten verschlissen seien. Also ging er ins Kaufhaus in Schleiz in Thüringen und fand eine Packung mit 4 Hemden in passender Größe für sich geeignet. Nachdem die Frau sie, wie das üblich ist, bei 40 Grad gewaschen hatte, stellte sie erstaunt fest, dass sie auf der Leine vier Hemden in drei verschiedenen Größen vor sich baumeln hatte, groß, mittel und klein. Sie schrieb daraufhin sowohl den Textilbetrieb in Kempen in Nordrhein-Westfalen als auch das Kaufhaus in Schleiz an. Eine freundliche Frauenstimme vom Kaufhaus entschuldigte sich dafür, dass der Verpackungsinhalt nicht geprüft worden sei und kündigte eine neue Packung in der richtigen Größe an. Tage später kam zusätzlich ein Schreiben vom Kaufhaus mit der Entschuldigung und zugleich Befürchtung, dass Hersteller wie Betreiber nicht weiterhelfen würden. Bald trafen die Hemden, in richtiger Anzahl, Größe und Qualität mit der Post ein, wieder vom Kaufhaus.

   Von der Herstellerfirma kam ein lapidarer Anruf des Wortlauts: "Sorry, kann ja mal passieren!" 

(C.I./G.R.)

5. Oktober 2019:

   Ganz Ziegenrück ist empört, dass der einzige und letzte Geldautomat der Kreissparkasse im Ort geschlossen wurde. Kein Widerspruch hat genützt, kein Protest hat geholfen, keine Vernunft hat gewirkt, ob Stadt, Fremdenverkehrsverein oder Kurklinik, ob Geschäftsleute oder Rentner ihre Stimme erhoben, nicht zuletzt unser Verlag - die eiskalte Rechnung, es wäre zu wenig Umsatz, gab den Ausschlag für die Schließung. Die Interessen der Bürger spielten keine Rolle. Eine Verantwortung für die Bürger der Region? Pustekuchen! Vielleicht hat man die Folgen nicht bedacht. Geldfragen in der Kreisstadt müssen nicht in der Kreissparkasse geregelt werden!

9. Oktober 2019:

Es fühlte Ziegenrück sich stets als kleiner Staat,
denn es besaß noch einen Kartenautomat.
Da fiel der Kreissparkasse ein:
Für´n (K)-Urlaub muss kein Service sein!
"Den Gästen schmeckt auch bargeldlos Salat!" 


10. Oktober 2019:

Die CDU lobt jetzt des Landes freien Raum.
Zehn Jahre früher achtet´ sie ihn kaum.
Die Schule blieb ihr glatt gestohlen.
Die Schülerschaft kann Brötchen holen.
Dem Landrat steht vorm Munde noch der Schaum. 

.)

11. Oktober 2019:

Es schrumpft die Stadt im Tale Stück für Stück:
Das Pappenwerk, die Bahn, der Eltern Schuleglück!
Nicht mal der Arzt blieb hier als (Dr.) Trost.
Im Viehmarktstübchen heißt es: Prost!
Man sollte Ziegenrück umtaufen in - Zierück! 

(C.I.)

18. Oktober 2019: 


Seit Jahrzehnten fordern Interessen und Vernunft, den Lückenschluss nach Süden zwischen Thüringen und Bayern, die Höllentalbahn,  wieder zu schließen. Die Papierfabrik Blankenstein fordert es, die Touristen erwarten es, die zwei Freistaaten diskutieren es, Vorschläge gab es zuhauf, erst war Thüringen dagegen, jetzt Bayern, doch nun berichtet der Linke Ralf Kalisch, die Deutsche Bahn wolle noch diesen Monat eine Expertise erstellen. Hurra! Oder ist es wieder nur eine Seifenblase? Im Jahre 2014 habe ich ein Gedicht an die Staatskanzleien geschickt, das so beginnt:

1  Einst schlummerten tief in Germaniens finsterster Ecke
die reußischen Fürsten in wievielter Linie auch immer.
Sie schnarchten zufrieden im Schutz ihrer mannshohen Hecke
und stopften die Ohren sich zu vor des Pöbels Gewimmer. 

3  Sie hätten so gern noch gedöst weit´re Hunderte Jahre,
da hat eine eiserne Macht aus dem Bett sie gerissen:
Es schickten die Preußen hinunter nach Bayern die Ware
mit dampfenden Rössern statt speichelnden Pferdegebissen . . . .

11  Ob Bodo und Horst nun "Nägel mit Köpfen" versuchen?
Sie würden verflechten lachhafte fünf Kilometer
und setzen ein Denkmal dem Land auf fränkischen Fluren
und ließen den Vorgängern nichts als den Schwarzen Peter.

(C.I.)

Ich bin gespannt und mit mir Abertausende. Rechnen würde es sich auch. Den gesamten Text in 11 Strophen finden Sie in: "Gedichte aus 6 Jahrzehnten" Seiten 250 - 251. 

   Ein Gast erklärte nach der Lesung über "Wilhelm Busch für Erwachsene", dass Bayern billiges Holz aus der Tschechei bezieht, das auf keinen Fall direkt ins Zellstoffwerk Blankenstein gelangen soll, so dass die Hoffnung, die Höllentalbahn könnte bald wieder fahren, eine Illusion bleibt. Konkurrenz statt Vernunft ???


23. Oktober 2019:

"Thüringer Lese-Offensive" - ein Kommentar:
Ziegenrück gehört nicht richtig zu Thüringen! Woher wir das wissen? Ein Artikel in der OTZ vom 23. Oktober 2019 tituliert: "Thüringen liest!" - Von Altenburg bis Zella-Mehlis vom 24. -31. Oktober mit 42 Autoren.
"Woanders wird nicht gelesen, außerhalb dieser Luftlinie gibt es nur Luftnummern". Wer legte das fest? Veranstalter und Initiatoren sind die "Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken und der Landesverband Thür. des Deutschen Bibliotheksverbandes".
Aha, die Bibliotheken, von denen die meisten unsere 25 Bücher gar nicht einstellen und deshalb von 35 Leseangeboten nichts wissen können. Sind sie denn schlecht geschrieben? Mit 3 Kunstpreisen der Autoren und einem Absolventen (Akkusativ!) des Literaturinstituts?
"Dann habt ihr vielleicht die falschen Themen!!!"
Das kann sogar sein. Wir kümmern uns nämlich um die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit, um Vertriebene ohne eigene Schuld, um Lebensweisen armer Leute, um Demokratie, streiten gegen Rassismus, besonders Antisemitismus, wünschen ein friedliches Europa, fordern gerechte Steuern für Konzerne usw., alles, was der Mensch braucht, um gut leben zu können ohne zu protzen. Wer bestimmt also, welche Autoren lesen dürfen? Die Leute in den Fachstellen. Sind das denn Fachleute? Was wissen sie von der Welt? Wie man Bücher sortiert? Zumindest haben sie die Macht, das zu bestimmen. Wonach urteilen sie?  Ist noch jemand bei der Auswahl beteiligt?
"Der Thür. Literaturrat", lesen wir. Aha! Ist das der, der nahtlos aus den Literaturvereinen der DDR hervorgegangen ist? Wo alles reglementiert war und an das Regime angepasst? "Aber sicher!" Und dieser Rat rät also, wer lesen darf und wer nicht. "Logisch." Hat er auch eine große Schatulle für Honorare? Scheinbar nicht, denn er holt sich die Honorare von der Thür. Staatskanzlei und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thür, erfahren wir. Daher weht der Wind mit Geldscheinen, die geflattert kommen wie die bunten Blätter im Herbst!

So viel Thür und Thor, die offen sind und abgedeckt werden! Da können wir zwei Außenseiter nicht mitreden. Wir lesen höchstens mal in Eisenach und Neudietendorf und Jena. 

"Wie? Gehören die Orte nicht auch...? Hat man euch dort etwa die Thür aufgehalten? Das geht doch nicht! Ihr kommt nicht als Abgesandte vom mächtigen Literathürrat? Also!"

Ja, darf uns denn die "Konkurrenz" einfach einladen? Und mit uns zufrieden sein? Man lud uns noch nach Leipzig ins Sachsenland ein und der Dichter Claus Irmscher durfte im Gohliser Schlösschen sein Gedicht "Meine Generation" rezitieren, eins von 600, die er gedichtet hat! Denkt nur! 

"Irmscher ein Dichter? So? Das wussten wir gar nicht und wollen es auch nicht wissen. Der passt nicht zu uns Platzhaltern."

Im Wonnemonat Mai konnten wir zwei vielen jungen Wessis über die "Größte DDR der Welt" berichten, in Bad Kreuznach, in Birkenfeld, in Ludwigshafen, der Höhle des Löwen Helmut Kohl, nebenan in Frankenthal, nochmals im Dunstkreis des Großkonzerns BASF! Was für eine Freude! Nächstes Jahr wollen wir wieder dahin, denn da werden wir geachtet. Im Herbst ging es nach Meißen in Sachsen, wo wir schon 2015 mit Blumen empfangen worden sind und mit Meißner Rebensaft verabschiedet.

Um Mitteldeutschland voll zu machen, erzählten wir in der Bibliothek in Braunsbedra in Anhalt älteren Damen etwas über die Mosel und die DDR und weil wir dicht an Bayern wohnen, unterhalten wir im freien Grenzverkehr neugierige Nasen in Naila, wie das 1989 kurz vor dem Mauerfall bei uns zugegangen ist. Im Grenzmuseum lasen wir auch schon. Vor Jahresschluss machen wir noch einen Abstecher in eine Regelschule nach Nordhausen und besitzen die Kühnheit, zu den Thür. Buchtagen in Erfurt unsere 25 Bücher auszubreiten. Darf das eigentlich zugelassen werden, ohne beim Großen Literaturrat anzufragen, der sich das Monopol für das grasgrüne Land schon 1996 gesichert hat? Die eine Truppe der literarischen Wendehälse schnappte sich den nördlichen Teil von der Autobahn aus gesehen und die andere den südlichen Teil und besetzte dazu die Burg Ranis, die nicht weiß, wie sie ihr Museum unterhalten soll. Dank sämtlicher Minister aus allen Parteien der Kultusbürokratie klappte das hervorragend, von der CDU über die SPD bis zu den LINKEN von damals bis heute und mit Sicherheit bis in alle Ewigkeit.

Es kann sein, dass unsere Duldung auf der Messe nur deshalb zustande kommt, weil der Börsenverein seinen Sitz in Leipzig hat und nicht in Erfurt. Wer hat das mit der Monopolwirtschaft in der Literatur eigentlich festgestellt? Das waren zwei Experten im Auftrag des Netzwerks der Literaturhäuser aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Porombka und Kau Splittgerber und zwar im Jahre 2009.

"Ach so? Vom Bundestag? Weit weg in Berlin! Na, die haben in Thür. nichts verloren. Hier bestimmt der Literathürrat im Auftrag der Staatskanzlei! Basta!"

So geht es zu in der DDR- Verzeihung- in der Welt. Die einen, die schon in der DDR abgesahnt haben, sichern sich die Pfründe in der Landesregierung und bei der Sparkasse, die in Ziegenrück eben die einzige Filiale dicht gemacht hat, womit sie den "ländlichen Raum" fördern will. Die andern müssen zusehn, wo sie ihre halben Honorare und das Benzingeld herbekommen.

Ein Glück für sie, dass man in Berlin etwas anderer Meinung darüber ist, was Literatur sein soll und was weniger bedeutsam. Deshalb unterstützt das Koordinierende Zeitzeugenbüro in Hohenschönhausen auch jene, die schon in der Systemzeit oppositionell waren und nicht die Mitläufer oder jene, die gar mit dem MfS, der STASI, das üble Spiel der Schnüffelei betrieben haben. All das geschieht ganz im Gegensatz zur Thür. Staatskanzlei in der Provinzstadt Erfurt.

"Was? 30 Jahre nach dem Mauerfall, als der geballte Zorn des Volkes die Grenzöffnung erzwungen hat, soll das alte System noch so lange nachwirken? Soll behauptet werden, dass die Seilschaften noch in heutigen Landesregierungen ihr Unwesen treiben?"

Aber ja. In der Freiheit kann jeder werden, was er will. Auch wenn er das, was er jetzt genießt, vorher verteufelt hat. Müsste es nicht so sein, dass ein anerkannter Stasispitzel (nur einer?) heute alles mögliche machen dürfte, nur keine meinungsbildende Tätigkeit ausüben, wozu Literatur gehört? Tja, weil...vielleicht diejenigen, die darüber befinden sollten, selber keine weiße Weste haben. Also auch die vom Bibliotheksverband? Darüber wird nicht nachgedacht.

Und was ist mit denen vom Literathürverband? Dito.

Frage: Wozu wurde eigentlich 1989 die Mauer gestürmt?

"Wenn man das wüsste! - Lieber nicht! Die es erlebten, haben es abgehakt und reden nicht mehr darüber und die Jungen, die es interessiert und die von nichts eine Ahnung haben, brauchen es nicht zu wissen. Die Jugend soll nach vorn schauen und nicht aus den Fehlern lernen. Dafür wird gesorgt. Keine Fehlerdiskussion, Genossen!, verlangte schon die SED."

Wer will das? Na, die Bildungsverantwortlichen aller Stufen, die Bundesaufarbeitung, die nichts obligatorisch bestimmt, die Kultus/Kulturministerien der Länder, die Schulämter und die Fachschaften Geschichte in den Gymnasien, Regelschulen inklusive den  Fördervereinen. Aber! Es heißt doch: Wer die Vergangenheit verdrängt, kann die Zukunft nicht gestalten.
"Wer behauptet das?"
Der Christ Helmut Kohl, der Jude Ignaz Bubis, der Grieche Polybios, der Chinese Konfuzius.
"Die kann man vergessen. Die sind längst alle tot."
Sie hatten aber doch recht.
"Vielleicht zu ihrer Zeit."
George Santayana formuliert: "Wer sich der Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen."
"Den Typen kennen wir nicht."
Joachim Gauck, der noch lebt, sagte: "Man kann sie, die Vergangenheit, akzeptieren - oder sie verleugnen."
"Na gut!  Dann verleugnen wir lieber. Das ist am bequemsten."
Ein letztes Wort: Eine Staatskanzlei unter Führung der LINKEN, die nostalgische Vereine fördert und Stasi-Opfer und Akten-Betroffene nicht zur Kenntnis nimmt, aus dem sozialen Leben ausgrenzen will - was ist von der zu halten?
"Tja, das zu lösen ist euer Problem, ihr zwei Verrückten!"
Auch, wenn man uns nach 30 Jahren endlich wahrnimmt?
"Da könnt ihr von Glück reden!" (C.I.)

27. Oktober zur Landtagswahl in Thüringen:  

 Im Wahlkampf setzt die CDU Plakate ein,
in Mengen, dass die Zäune schon um Hilfe schrein.
Es grinsen die Gesichter
uns an wie Kürbislichter.
Sie wolln das ganze Land für ihre Herrn allein. 

(C.I.)

28. Oktober nach der Wahl:

Die LINKE hat in Thüringen gewonnen.
Die schwarzen Träume Mohrings sind zerronnen.
Was Bodo Ramelow geschafft,
geschah mit viel Gewerkschaftskraft.
Mit Fäden Arbeitsgeist ist gut gesponnen. 

(C.I.)

2. November 2019:

Union, SPD, Grüne und FDP  fordern einhellig den Rücktritt des AfD-Politikers Brandner vom Rechtsausschuss im Bund, der über Udo Lindenberg, dem das Bundesverdienstkreuz zuerkannt wurde, geschrieben hat: "Klar, warum der gegen uns sabbert/sabbern muß" und setzte das Wort "Judaslohn" darunter.

Es hat jüngst über Udo, den wir lieben,
ein AfD-Mensch "Judaslohn" geschrieben.
Was soll beim Bundes-Rechtsausschuss
ein solcher Höcke-Mensch-Ausschuss?
Er sabbert dreist zu unserem Misslieben! 

Wie äußert sich Udo über Höcke? "Ein echter Fascho, auferstanden aus Ruinen und den Nazis zugewandt."
In welcher Bedeutung steht das Wort 'Höcke-Mensch-Ausschuss'? In unpolitisch-unbrauchbarer.


8. November 2019:

Nach monatelangen Protesten von Change.org beim Finanzministerium gegen die diskriminierende Steuer auf Hygieneartikel von Frauen hat der Bundestag endlich die Steuer von 19 % auf 7 % ab 2020 gesenkt. Die Periode wird kein "Luxus" mehr sein, unter welchem Begriff sie bisher geführt wurde. Wer diese biologische Fehlleistung  bisher wohl zu verantworten hatte? Es war bestimmt keine Frau, sagt meine Frau!

Sie erinnert mich an eine ähnliche Eulenspiegelei, die ich 2014 in meinem "Panoptikum der Worte" (365 Limericks, Espero-Verlag, 15,00 €)
karikiert habe:

Es will der Staat auf Babybrei die Märchensteuer.
Drum raspeln Frauen Möhren. Die sind nicht so teuer.
Was tröstet dafür manche Mutter?
Ermäßigt ist das Hundefutter!
Das nächste Kind ein Hund? Oh Staat - du Ungeheuer!

Unser Auftritt als Autoren zu den Thüringer Buchtagen am 15. und 16. November in Erfurt wird begleitet von bekannten und eigenen Sprüchen:

Auf das Wohlsein der Poeten,
die nicht schillern und nicht goethen,
durch die Welt in Lust und Nöten
segeln frisch auf eignen Böten! 

                                       Joseph von Eichendorff (1788 - 1857)


Auf Buchmessen finden Leser mitunter Exemplare, die sie im Buchhandel vergeblich suchen.

 Claus Irmscher (geb. 1939)

Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt...

Jorge Luis Borges (1899 - 1986)

...in der es nicht nur hochgeputschte "Bestseller" geben sollte! 

(C.I.)

Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit,
aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein (1879 - 1955)

Wahre Freiheit und Verantwortung sind Geschwister, die sich bedingen wie Herz und Hirn. 

 (C.I.)

 Nur einen Schmerz haben die Verleger; es geht noch immer nicht ohne die Schriftsteller...

 Peter Hille (1854 - 1904),

 ...die leider heutzutage überhand nehmen. 

 (C.I.)

 Ein Staat, der Unrecht zulässt, ist ein Unrechtsstaat, ob mehr oder weniger schlimm.
Die DDR war einer. Man braucht nur die Opfer zu fragen.

 (C.I.)

Die Freiheit besteht darin, daß man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.

Matthias Claudius (1740 - 1815)

 Wer glaubt, etwas zu sagen zu haben, das von allgemeinem Interesse ist, verlegt selbst. 

 (C.I.)

Wer sich der Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

George Santayana (1863 - 1952)

AfD - das tut weh!

G. Rein & C. I. (geb. 1938 & 1939)

Die Dichtkunst ist nicht da zu unterhalten; sie mischt sich ein, wo finstre Mächte walten.

C.I.

Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf.
Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt,
der ist ein Verbrecher.

Bertolt Brecht (1889 -1956)

Nutznießer der STASI gehören nicht in Kultur und Medien.
Es gibt auch nützliche Arbeit als Fensterputzer,
um eigene Trübung zu entfernen.

C. I.

Es gibt nichts Gutes - außer: Man tut es.

Erich Kästner (1899 - 1974)

Wer mit der STASI spielt,
um als Literat Karriere zu machen,
ist nicht weniger Lump
als ein Informeller Mitarbeiter (IM).

C. I.

Buchhandelsketten sind der Untergang des freien Gedankens.

C. I.

 Nahrungskette
Vom Autor lebt der Verleger,
vom Verleger der Buchhändler,
vom Buchhändler der Großhändler,
von allen dreien das Finanzamt
und nur jeder Vierte liest überhaupt.

C. I.

 22. November 2019

Die Stadt lud uns freundlicherweise zur Rentnerweihnachtsfeier mit "Kulturprogramm" ein. Unsere Kultur ist offenbar nicht gefragt. Wir kommentieren: 

Zur Weihnacht öffnet das Hotel die Tür.
Senioren strömen rein zur Kaffee-Kür.
Wir sagen lieber ab
und laufen noch im Trab.
Mit achtzig sind wir noch zu jung dafür. 

(C.I.)

24. November

Faltblätter vom Börsenverein SaSaThü Leipzig für die Thüringer Buchtage in Erfurt aus dem Aushang fanden wir im Briefkasten wieder. Mein Kommentar dazu lautet:

Es hat wer in den Briefkasten gesteckt:
Faltblätter, die im Aushang er entdeckt.
Es ging um das Int´resse
für eine Büchermesse,
doch nicht für die Banause mit Defekt. 

(C.I.)

25. November 2019

Leserbrief:

Wie hält´s du´s mit der Literatur? möchte derjenige fragen, der die Nachricht über die „Krönung“ der „Schleizer Lesetage“ in der OTZ vom 25. November 2019 zur Kenntnis nimmt. Wer vermutet, dass bei „Lesetagen“ gelesen wird, irrt. Es wird hauptsächlich erzählt und zwar Anekdoten, die streng genommen keine sind, sondern Erzählchens „frei von der Leber weg“. Solches scheint beim SOK- Publikum besser anzukommen als langweiliges Lesen. Es geht also mehr um Unterhaltung. Man sollte die Schleizer Tage daher „Lustige Abende“ nennen oder ähnlich, damit sich die wahre Literatur nicht vergrämt in der Ecke verkriechen muss. Gunter Böhnke kann nichts dafür, wenn ihn das Rathaus herbeiholt, das mit anspruchsvoller Literatur nichts am Hut hat. Mit der Einladung für die Quasselstrippe Frau Ochsenknecht hat der Zuständige im Amt schon einmal sein Talent für völlige Fehlleistung im Kulturbereich bewiesen. Auch die Bibliothek weiß es nicht besser, ging sie doch achtlos am 30. Jahrestag des Mauerfalls vorbei, der überall zur Besinnung aufrief, nur nicht in der knatternden Rennstadt. Zugegeben, die „blühenden Landschaften“ wollen nicht richtig aufgehen, weshalb man sich lieber in den Ulk rettet. Die Lokalredaktion der OTZ veröffentlicht auch keinen Bericht über die „Thüringer Buchtage“ in Erfurt, weil dort richtig gelesen und ausgestellt wird und regelmäßig Autoren aus dem Kreis mitwirken. Erfurt will eh nichts vom Vogtland wissen, auch wenn zehnmal der Sieger der Landtagswahl, von der CDU als „Grüßonkel“ tituliert, sein Hündchen am Saalestausee spazieren führt. Die Quittung hat der Lästerer bekommen. Zurück zum Lesen, das in der Stadtbibliothek mit Umlandfunktion schon besser aufgestellt war, als eine Pferdeliebhaberin noch die Zügel in der Hand hielt. Da durfte sogar ein DDR-Zeitzeuge aus Gera auftreten und ein gekonnt Satire darbietender Pfarrer Dieter Wolf aus Neunhofen und mehrere Mitglieder eines Thüringer Schriftstellerverbandes mit Sitz in Ziegenrück. Das ist lange her und kommt nicht wieder. Vielleicht wird es anders, wenn die OTZ so nett ist, Kritik abzudrucken und in ihrem Bericht den Akkusativ („nur ein_ kleinen Teil“) nicht vergisst. Kultur fängt bei der Sprache an. 

(C.I.)

26. November 2019

Das Leben von Julian Assange, dem Geheimnisverrat vorgeworfen wird, weil er Machtmissbrauch der US-Regierung angeprangert hat, ist in Gefahr, nachdem er mit falscher Anklage und tödlichem Gefängnis bedroht ist. Schweden hat fingierte Anklagen fallen gelassen. Wann zieht Großbritannien nach? Protestieren Sie mit! 

(C.I.)

3. Dezember 2019

Während der Abendnachrichten vor dem Fernseher klingelte es und die Polizei stand vor der Tür. "Sie haben beim Einparken ein anderes Auto beschädigt", sagte der Beamte. "So, wo denn?", fragte ich. "Ja, hier", sagte er. "Ich sehe nichts", bemerkte ich. "Doch" beharrte er, "der Plasterahmen der Halterung des Kennzeichens ist verbogen." "Oh", staunte ich, "ist das schlimm?" "Nein", antwortete er, "nein, nur touchiert". "Aha". - "Herr Besitzer, haben Sie den schweren Schaden gemeldet?" "Nein, ein Nachbar! Ich war selber überrascht." "Gut, lassen sie es reparieren. - Was kostet es?" - "21 €". "Hier bitte!" "Danke."

Es meldete ein Typ der Polizei,
dass vor dem Haus was nicht in Ordnung sei.
Es hätte wer, in grauen Hosen,
ein andres Auto schwer gestoßen,
doch das erwies sich - bösartig - als Nachbarzinkerei.

(C.I.)

 7. Dezember 2019:

Man kann sich über die Politik der SPD nur amüsieren. Sie wackelt zwischen Vision und Anpassung. Mir fällt dazu ein:

Es war mal eine Arbeiterpartei,
hieß SPD, war kühn, gerecht und frei,
als Bebel sie noch führte,
der Marxens Atem spürte.
Jetzt ist ihr das Gewissen einerlei.

9. Dezember 2019:

Ein neu gewähltes Führungsduo in der SPD will die diskriminierenden Hartz IV - Gesetze abschaffen. Meine Meinung seit 10 Jahren:

Es tarnte Schröder sich als Demokrat
und drückte Arbeitslosenstützen in den Skat.
Er handelte im Sinne
der Kapitalgewinne.
Für Arbeitsleute ist es Hochverrat.

24. Dezember 2019:

Es ist Weihnachten. Was, schon wieder? Wo ist das Jahr hin? Allzuviel Gemütsduselei ersparen wir uns. Eigentlich war eben nur Wintersonnenwende. Die Tage werden wieder länger. Es wächst neue Hoffnung. Alles weitere ist Glaubenssache:

Die Fichte steht als lichtgeputzter Baum
direkt vor einem nichtgenutzten Raum
und fragt sich, grün geboren:
"Was hab ich hier verloren?
Mein Leben ist ein abgesägter Traum."

25. Dezember 2019

"Berlin. Das "Unicef-Foto des Jahres 2019" zeigt ein Mädchen, das in einem Slum auf den Philippinen nach Wertstoffen fischt. Das Bild des deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach erzähle "vom mutigen Überlebenskampf von Kindern angesichts gleich dreier Tragödien unserer Zeit: Armut, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit", erklärte das UN-Kinderhilfswerk ..."

Man sieht ein Mädchen, das in Abfall fasst,
inmitten Treibguts, schlimmer als Morast,
um paar Centavos zu erhaschen
durch den Verkauf von leeren Flaschen.
Sie lebt in schnöder Welt aus Gier und Plast.

27. Dezember 2019

Stuttgart. Ich wurde ausgewählt! Mit € 450.000 ,- (im Falle des Gewinns) lockt mich eine Postkarte zur Gratisverlosung.  Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Direktor Forschner suchte schon die günstigste Bahnverbindung heraus und will mir den Gewinnscheck persönlich überreichen.  Pech für ihn! Wir haben gar keinen Bahnhof!

 

Es lockt ein Typ mich dreist nach Baden-Baden. 
Ich wäre ausgewählt von Reader`s Digest`s Gnaden 
und käme als Fortunas Sohn 
vielleicht sogar auf Mammons Thron.
Wer hätte dann an meiner Statt den Schaden? 

 

Was darf Politik?

Sie darf öffentliche Personen oder Ansichten oder Zustände verspotten, aber nicht Verhaltensweisen von Generationen, die es aus späterer Sicht nicht besser wissen konnten, verurteilen, wie beim WDR.

 

Die Oma wird im Kinderlied zur "Umweltsau". 
Das weiß ein Rundfunksender scheinbar ganz genau,
bis über ihn ein Sturm ausbricht,
als wäre es ein Hochgericht.
Sind Ältere debil und nur die Jungen schlau?

 

2.1.2020

Besonders schlaue Leute betätigten sich als Brandstifter eines Zootierheims in Krefeld, in dem Dutzende Affen verbrannten.

 

Jeder weiß es: Messer, Gabel, Schere, Licht,
sind für kleine Kinder nicht.
Mit Laternen, welche zünden,
wollten Große Spaß verkünden,
doch ihr Himmelsfeuer endet` vor Gericht.

 

6.1.2020

US-Präsident Trump ließ einen militanten iranischen "Volkshelden" umbringen, was vorige Präsidenten tunlichst vermieden haben.

 

Am Feuer wolln wir oft was Leck´res braten
und wünschen uns, es möge gut geraten.
Doch sollte man kein Öl in Flammen gießen,
weil Brände schnell einmal zum Himmel schießen
und manches Mal zurück - durch feindliche Soldaten.

 

11. Januar 2020

"Jedem sei klar, dass ich gut verdiene", äußert der Chef der AJS der Arbeiterwohlfahrt Michael Hack.

 

Es wird die Wohlfahrt Thüring steuerfinanziert,
auch ihre Führung sei gemeinwohlorientiert.
"Drum muss sie gut verdienen,
versteckt hinter Gardinen.
Es fühlt der Zocker Hack sich grundlos attackiert.

 

18. Januar 2020

Erst handelt er mit Schäuble den Einheitsvertrag aus, dann geht er für den Schmuddelsender RTL in den Dschungel: Günther Krause, "um mit jungen Leuten etwas gegen die Klima-Hysterie zu tun". Haha!                      

 

Die Leute, die sich laut zum Affen machen,
die Maden essen und noch andre Sachen,
was treibt die Vögel an?
was zieht sie in den Bann? 
Der Mammon ist´s! Der lässt den Ekel lachen!

 

21. Januar 2020

Der oberste Gerichtshof in Italien hat den von der Staatsanwaltschaft erhobenen Einspruch gegen die Freilassung der Seenotretterin Carola Rackete abgewiesen. Alle Anklagepunkte wurden fallen gelassen. Mein öffentlicher Kommentar: "Menschlichkeit braucht Taten, sonst bleiben wir sprechende Tiere".

27. Januar 2020

Die soziale Ungleichheit ist kosmisch. Die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung besitzt weniger als 1 % des globalen Vermögens. Wenn jeder Mensch auf 100 $-Noten sitzen würde, müsste die Mehrheit auf dem Boden hocken, in reichen Ländern säße der Durchschnitt auf einem Stuhl, die beiden Reichsten, Jeff Bezos und Bill Gates, trohnten im Weltall. (Info von Oxfam): "Die sind halt schlauer als alle anderen!" - "Wirklich?"

31. Januar 2020

Nach vielen schlechten Nachrichten über die (katholische) Kirche endlich mal eine gute. Sie kaufte ein Rettungsschiff 'Poseidon'. Es bleibt zu hoffen, dass die Besatzung hilft, Menschen zu retten. Besser wäre, Afrikanern in Afrika zu helfen und Exportkonzerne zu zügeln. 

3. Februar 2020:

Leserbrief: Über den Artikel "5553 Unterschriften für den Erhalt des Krankenhauses Schleiz" vom 1. Februar:

Ein Krankenhaus gehört zur Grundversorgung eines zivilisierten Kreises, auch wenn man sich nicht wünscht, dort eingeliefert zu werden, schon wegen der resistenden Keime nicht, die auf Antibiotika nicht mehr an-sprechen. Nun glaubte jeder Normalbürger bisher, dass ein Krankenhaus im Kreis auch ein Kreiskrankenhaus ist. Großer Irrtum! Es ist nur eine Filiale eines anderen Krankenhauses und wenn sich das eine nicht rechnet, kann das andere den schwarzen Peter bekommen. Da haben wir es wieder, das Grundübel dieser Gesellschaft: Alles soll sich rechnen, auch die Gesundheitsbehandlung! Da kann das Grundgesetz im Artikel (1) millionenfach behaupten: "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Offenbar muss man sie ertasten und hat Glück, wenn man sie findet, die Gesundheit. Glück im Unglück ist, worauf Peter Cissek dankenswert hinweist, dass es unter Rettungskräften bei Unfällen die "Regel der goldenen Stunde" gibt, wonach Verletzte innerhalb einer Stunde in der Klinik ankommen müssen. Daher auch die strenge Forderung nach Freihaltung der Rettungsgasse auf der Autobahn, die uns mit ihrer Häufigkeit an Unfällen im Nacken sitzt. Es gibt also wirklich und wahrhaftig keine Alternative für ein Krankenhaus in Schleiz. Jeder muss dafür unterschreiben, denn es kann jeden treffen. Frau Frotscher hat fleißig gesammelt, in jeder Verkaufsstelle müssen Listen ausliegen. Rügen hingegen muss man die Politiker, die das dubiose Abhängigkeitsverhältnis zugelassen haben. Wer war eigentlich vor 13 Jahren an der Macht?    

Ein Krankenhaus, das fremdem Kreis gehört,
der eignen Kreis vor Jahren mal betört,
- es ist zum Böcke schießen! -
will dieses demnächst schließen!
Was hat den Landrat, grad gekört, gestört?

 

 

  4. Februar 2020:

Der ehemalige Reichspräsident Paul von Hindenburg wird von der Ehrenbürgerliste Berlins gestrichen, beschloss das Abgeordnetenhaus in Berlin mit der Mehrheit von Rot-Rot-Grün. Er hatte Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler berufen, um der Diktatur den Weg zu bereiten und die Demokratie zu zerstören.

Nach 87 Jahren zur Erkenntnis zu kommen ist eine reife Leistung.

5. Februar 2020:

Ein Ministerpräsident in Thür von Höckes Gnaden? Herr Kemmerich von der FDP. Ein schlechter Witz! Seine Eitelkeit, die Wahl anzunehmen, war größer als sein Verstand. Von wegen, er wäre ein Glatzkopf, der die Geschichte verstanden hat! Am nächsten Tag musste er erklären, bald zurückzutreten. Nicht aus eigenem Entschluss. Er hat nichts verstanden.

8. Februar 2020

Leserbrief: 

Alle Politiker in Thüringen wollen "zum Wohle des Landes wirken", die Grünen mit 5,2 % Rückhalt, die SPD mit 8,2 % und die CDU mit etwa 12,0 %, macht zusammen 25,4 %. Die AfD will das "Wohl", wenn es nach Herrn Höcke geht, auf faschistische Weise. In dieser Situation schlägt die Bundesvorsitzende der CDU, AKK, vor, SDP und Grüne sollen einen eigenen Kandidaten aufstellen, mit 13,4 % Rückendeckung zur Zeit. Ihrer eigenen Partei traut sie nicht zu, mit einem Kandidaten Erfolg zu haben. Der LINKEN spricht sie indirekt ab, zum Wohle Thüringens zu wirken, was diese seit 4 Jahren bewiesen hat. Deren Wählerwille lag ja zur Wahl "nur" bei 31 %, nach dem Debakel mit der FDP dürfte er weiter gewachsen sein. Wie viel wert ist ihr Vorschlag also, wenn das größte Vertrauen der Bürger in die Politik in Thüringen von Berlin aus ignoriert wird? Erfolgt er noch zum Wohle der Menschen oder eher aus parteitaktischem Kalkül? Da wundert sich die CDU noch, dass sie an Ansehen verliert und ihr die Mitglieder davonlaufen? Für wie unbedarft hält sie die Wähler eigentlich? Es geht den ach so demokratischen Parteien also nur um sich selbst, ihre Macht und ihre Pfründe. Es wäre auch zu fragen, wieso ein "Ostbeauftragter" namens Hirte, der auch der CDU angehört, den mit AfD-Trick ins Amt gehobenen Splitterpartei-FDP-Mann zum glorreichen Sieg gratulieren kann und damit indirekt der AfD gratuliert, also das Gebot der "Brandmauer" gegen die AfD ebenfalls unterläuft? Ein Glück, dass die Bundeskanzlerin mehr Charakter hat als ihre Parteivorsitzende und ihm den Rückzug nahe gelegt hat. Vielleicht sollte ein weniger parteigebundener Mensch diesen Posten, von dem keiner recht weiß, was er soll, ausfüllen, zum Wohle des gesamten Ostens. Es ist lustig, als Außenstehender den Polit-Zirkus mit anzuschauen, wie sehr sich in einer Krisensituation die Charaktere der Politiker offenbaren. Sollte am Ende Herr Ramelow seine gar nicht so linke Politik, eher eine gewerkschaftliche, der SPD-nahe also, das Rennen wieder machen, dann möchte er bitte auch die Höllentalbahn, die Oberlandbahn und einen Verkehrsverbund für Thüringen und das Umland verwirklichen, den einzigen vernünftigen Vorschlag des momentanen Ministerpräsidenten, den er gern aufgreifen darf.  

 Herr Kemmerich ließ zum MP sich wählen
und konnte fest auf Höckes Hilfe zählen.
Da tobte Deutschlands Bürgerhaus
und er flog hinten wieder raus.
Mit Nazis lässt sich Tugend nicht vermählen.

 

19. Februar 2020

Zur Zeit sucht die CDU einen Kanzlerkandidaten als Nachfolge von Angela Merkel. Einer von 3 Herren ist Friedrich Merz, der dadurch bekannt wurde, dass er meinte, die Steuererklärung müsste so einfach zu machen sein, dass sie auf einen Bierdeckel passt. Die könnte jeder selber machen. Hunderttausende Steuerberater wären wenig begeistert, denn sie würden arbeitslos werden. Sie müssten sich alle einen Job suchen. Wirklich schlimm würde es aber, wenn der Kandidat gewählt würde und die Republik so führte, wie er es vorher gewohnt war, nämlich beim weltgrößten Versicherer im Aufsichtsrat, der den Leuten das Geld aus der Tasche zieht. Ein Gedicht darüber schrieb ich schon im Dezember 2014, nachzulesen im Band: "Panoptikum der Worte" und schickte es 2018 an das "ND" in Berlin. Was geschah? Nichts.

 Im Wolkenkratzer in New York im höchsten Stock
hockt als Blutlaus die Schattenbank Black Rock.
Mit vier Billionen Dollar Geld
saugt sie Rendite aus der Welt
und stopft sie sich ins Maul - im Havelock.

 

20. März 2020

Der AfD ins Stammbuch:

 Es hat das schlaue Blau den Strahl zu hoch gesetzt
und sich beim Pinkeln nur das eigne Bein benetzt.
Es gilt in diesen Tagen:
Vernunft ist nicht zu schlagen,
solang´ der eine Demokrat den andern schätzt.

 

26. März 2020:

Sonett

 Für Viren ist der Mensch ein Schlauch aus süßem Brei,
in den sie kriechen, um dort wüst zu hecken,
wo sie den Wanst sich fülln in toller Völlerei,
um neu der Gifthauch Zunge auszustrecken.

  So wandeln sie im Brutgefäß umher,
von dem kein Nachbar weiß, was in ihm lauert;
mit jedem Atemzug trifft der verborgne Speer,
bis es nach Tagen ihn im Mark erschauert.

 Doch dann hat er das Gift schon fortgetragen,
von dem er nichts gewusst und nichts geahnt;
er hat vermehrt die biblisch neuen Plagen,
als hätte er sie heimtückisch geplant.

 Nicht Gottes Zorn ist darob anzuklagen;
Natur kann manchmal wütend um sich schlagen.


24. April 2020
Um die Neuerscheinung des Romans "Jugendjahre eines Sturkopfs" bekannt zu machen, riefe ich die Redaktion der "Thüringer Allgemeine" in Erfurt an und traf dort auf eine äußerst kompetente weibliche Person. Bei der Bitte um Verfassen einer Besprechung in der Zeitung war der Name einer dafür zuständigen Redakteurin zweimal nacheinander nicht zu verstehen und ich bat darum, den Namen zu buchstabieren: Die schnippische Antwort: "Wenn Se mich zweemal hinternannter nisch verstehn, kann ooch in Ihrn Buch nichts Gescheites stehn".
*


27. April 2020
Leserbrief zum Krankenhaus Schleiz:
   Für einen der Tücken der Marktwirtschaft Unkundigen ergeben sich mehrere Fragen, wenn er die Diskrepanzen um das Kreiskrankenhaus Schleiz verfolgt, die seit Wochen die Themen in der OTZ bestimmen. Da kanzelt die Landrätin Schweinsburg aus Greiz ihren Amtskollegen Fügmann aus Schleiz in einer Art und Weise ab, als wäre er ein dummer Junge, der nicht weiß, was sich gehört. Seine "unspezifische Erwartungshaltung" auf "Betriebsinterna" sei ja wohl das Letzte, wenn man ihre Formulierung "Problem" richtig deutet. Wieso darf sie das? Kommunalpolitisch wäre es nur ungehörig und würde belegen, dass auch Unionsfreunde keine friedlichen Christen sein müssen, doch "betriebswirtschaftlich" ist sie auch noch im Recht. Sie sitzt nämlich auf einem ganz hohen Ross, an dessen Reiterin der kleine Fußgänger Fügmann nicht hinaufreicht. Frau Schweinsburg steht höchstselbst einem richtigen Konzern vor und mit dem ist nicht gut Kirschen essen. Da sind Fußlatscher lästige Übel, über die man hoheitlich hinweg reitet, entsteht der Eindruck. Was er nur wolle? "Die Krankenhausplanung obliege dem Gesundheitsministerium" und die "Krankenhäuser müssten sich selber kümmern". Worum? Dass ihnen die Fachärzte nicht davonlaufen. Da müsse eben die Geburtshilfeabteilung kurz mal geschlossen werden" Sollen die Frauen doch sehen, wo sie ihre Babys los werden, wenn Schleiz keinen Arzt halten kann. Das hat die Konzernchefin zwar nicht gesagt, aber gemeint. Ihr ist nur wichtig, dass das Betriebsergebnis stimmt. Woher stammen dann die Gerüchte, dass das Krankenhaus verkauft werden soll und wohl deshalb der Facharzt davonlief? "Der Versorgungsauftrag sei erfüllt, aktuell" und immerdar! Wie? Mit geschlossener Abteilung? "Sanierungskonzepte gehen nur uns was an! Es sei nicht vorgesehen", tönt es aus Greiz weiter, "das Krankenhaus in Schleiz zu schließen, es werde nur erwogen , es zu schließen. Ja, was nun? Ja oder nein? "Diese Entscheidung würden zuständige Gremien treffen, ob und an wen". Wer trifft die? Der hohe Aufsichtsrat oder das Gesundheitsministerium? Ist beim Käufer auch ein Facharzt vorhanden? Da brauche sich Herr Fügmann nicht zu kümmern, der kann weiter zappeln.
   Diesen ganzen Hickhack hielte man nicht für möglich, würde er nicht in der Zeitung haarklein ausgebreitet. Kompetenzen scheinen wichtiger als Lösungen. Eitelkeit übertrumpft Fürsorge. Die Frage ist vielmehr, wieso Krankenhäuser privat sein dürfen, wenn sie die Grundversorgung zu sichern haben. Steht hier die Welt kopf? Wieso kann die Landrätin ein Haus verkaufen (wollen), das ihr nicht gehört? Oder doch? Wie viel hat sie dafür bezahlt? Oder wurde es nur zugeteilt? Wenn ja, weshalb? Damit sich Landräte in die Wolle kriegen? Oder Aufsichtsräte Profite erwirtschaften?
   Es  ist noch verrückter: Zwei marktwirtschaftlich Interessierte, wofür die CDU ja bekannt ist, streiten sich auf Teufel-komm-raus um Zuständigkeit und die übergeordnete Stelle im Ministerium wird von der Partei Die LINKe geführt, die dafür bekannt ist, dass sie Krankenhäuser verstaatlichen möchte. Warum tut sie es dann nicht? Wo bleibt das Wort des linken Ministerpräsidenten, fragt ein Marktunkundiger, der sich als Bürgermeister in der DDR um solche gemeingefährlichen Eitelkeiten nicht kümmern musste. C. I.

26. Juni 2020
   An www.change.org: Über "Clemens Tönnis schießt in seiner Freizeit auf Tiere" von Dr. Christan Felix:

   Dieser Herr Tönnies scheint, nach allem, was man erfährt, das abscheulichste Abbild dieses skrupellosen Systems zu sein, das sich soziale Marktwirtschaft nennt, in Wahrheit aber unsozial ist, urzeitjägerartig, wie zu Zeiten, als Mammuts über die Klippe gejagt wurden, von denen die meisten Tiere verdorben sind. Und wir Kunden ermöglichen ihm Umsatz und Profit, weil wir mit unserem Verhalten nicht viel besser sind.

21. Juli 2020                                                                                             Tönnies

Sie wussten es und taten nichts dagegen:
Die Schweine tötet man im Takte, Stück für Stück.
Es lassen die Profite sich belegen,
weit mehr, als wenn zum Hausschwein sich der Bauer bück`.

Das Fließband hatte Auto-Ford erfunden
und Chaplin zeigte, wie rasant die Hetze ging:
Drei Griffe jeder, tausendmal gebunden,
dass der Konzernboss den Gewinn für sich empfing.

So auch beim Fleisch: Das Tier wird rote Masse.
Die Schlachter zappeln im Geschäft wie Fliegen
im Netz der Spinne der Besitzerklasse,
der sie von früh bis abends unterliegen.

Das Billigfleisch verlockt die Käufer wieder,
nichtsahnend, dass sie das Geschäft vollenden.
Es drückt sie in den Teufelskreis darnieder,
aus dem sie sich nicht drehen oder wenden.

Es schien kein Ausweg denkbar aus der Lage;
der Schleuderpreis gewann das fiese Spiel.
Ohnmächtig unterließ die Tierwelt Klage
und keine Streiter sahn sich vor Gericht am Ziel.

Corona brachte allen Spuk ins Wanken
und infizierte reihenweise Mann für Mann.
Der Staat griff ein und die Profite sanken.
Ob eines Virus wegen die Vernunft gewann?
29. Juli 2020
Die Abgewählten
Sie bilden eine Kaste / und bilden sich was drauf ein;
sie tragen ihr Selbstbild am Maste / mit farbigen Konterfei´n.

Sie meinen, sie dürften sich räkeln / im öffentlichen Raum,
wo sie Mysterien häkeln / und schlagen beständigen Schaum.

Sie trugen vorzeiten Mandate, / die sie erfüllten recht schlecht
und verfassen ständig Traktate / und verkaufen´s als Menschenrecht.

Ihr Trachten war nicht der Gemeinsinn,/ der war ihnen schnurzegal,
sie strafften den Sozialfallbeginn / für das Wahlvolk in großer Zahl.

Es fallen die Arbeitslosen / seit dieser Zeit durch den Rost
und landen in Maurerhosen / an der Tafel mit Magerkost.

Ein Anstifter brachte sein Schäfchen / gleich unter im Russischen Reich
und gönnt sich sein Mittagsschläfchen / im Erdgas-Röhren-Bereich.

Ein Ausrufer verkauft sein Wissen / meistbietend der Fleischindustrie
und erklärt, wie man ohne Gewissen / die Werklöhne kürzt wie nie.

Sie trampeln mit ihrer Frechheit / auf Menschenschicksalen herum.
Man wünscht für die Herren der Vorzeit / ein Steinzeit-Moratorium.

9. August 2020
Das Perpetuum mobile "erfand" ein Troll,
das ohne Antrieb Arbeit leisten soll.
Dabei weiß jedes Kind:
Man braucht zumindest etwas Wind!
Der Kerl hat vom Erfinden jetzt die Nase voll.

20. August 2020:
Die Politik der USA gehört auf die Anklagebank. Freiheit für Julian Assange!
20. August 2020:
Zu Franz Markaus Meisterwerk "Der heilige Franziskus predigt den Vögeln":

Es predigte Franziskus auf dem Ölbild Vögeln
vom Heil, das sie erwartet untern Flügeln.
Sie wären schon dem Himmel nah;
wenn er noch kräht sein Trallala,
wärn sie gesegnet, ohne sich zu prügeln.

01. Oktober 2020:

Anonymes Lob
Das Kunst- und Literaturhaus Ziegenrück mit seiner Kunstausstellung "Poetenstube" fühlt sich durch ein Druckschreiben geehrt, das dort in den letzten Tagen unter der Haustür mit folgendem Text hindurch geschoben worden ist: "Lieber ein Ort im Grünen als einen "Grünen" im Ort". Das gefällt uns, besonders durch 3 Ausrufezeichen am Ende. Wir bekamen bisher selten so viel Lob von Einheimischen, die es sonst vorziehen, entweder gar nicht mit uns zu reden, hinter dem Rücken oder anonym aus dem Untergrund heraus. Dass der Schreiber ( oder die Schreiberin) offenbar gar nicht weiß, was grüne Politik ist, beschert der Aktion eine pikante Note. Jeder vernunftbegabte homo sapiens hat längst bemerkt, dass wir alle über unsere Verhältnisse leben, dass wir mit Öl und Gas die natürlichen Ressourcen in wenigen Jahren verbraucht haben werden und zu viel Kohlendioxyd in die Luft blasen, die Stürme und Überschwemmungen bewirken. Dass es Ziegenrück noch nicht so betroffen hat wie die USA in der Prärie oder Bangla Desh im Mündungsdelta, liegt an ihrer versteckten Tallage. Doch die Erwärmung bewirkt Trockenheit und die toten Fichten auch im Touristenort kann nur ein Blinder übersehen. Seit Jahren gibt es Spätfröste, die auch unsere Ernte zunichte gemacht haben. Wir sehen die Zeichen der Zeit und können die Ignoranz nur mit mangelnder Aufmerksamkeit erklären.Vielleicht folgt er (oder sie) den Weisheiten eines Herrn Trump, der die Klimakrise bestreitet und auf Teufel-komm-raus! sein Fraktionsgas verkaufen will, mit dem er die Landschaft ruiniert. Es ist sicher nicht zufällig, dass das geistlose Witzblatt mit dem Protesttag am 25. September zusammen hängt, wofür wir unser Hoftor mit Aufrufen dekoriert und den Stand in Pößneck besucht haben, was den Redakteur der OTZ zum Kommentar veranlasste, wir wären beim "Klimastreik" übers Ziel hinaus geschossen. Vielleicht bei satzungsgesicherten städtischen Schaukästen, nicht aber im Sinne der Sache. In Deutschland gibt es Meinungsfreiheit. Deshalb bleiben die Plakate an unserem Hoftor mit unserer Meinung noch eine Weile hängen, bis auch ein Eingeborener erkennt, dass Eingewanderte wie wir dem Ort nichts Böses tun wollen, sondern sogar noch für ihn mit demonstrieren, dass Ziegenrück möglichst für immer grün bleibt. Noch besser wäre, er (oder sie) macht auch mit, ob mit oder ohne den Segen des Bürgermeisters.

12. Oktober 2020

Für sofortige Freiheit von Julian Assange bei change.de:
Nicht die Täter sind schuld, wird uns weisgemacht, das Opfer wird kriminalisiert, allen westlichen Beteuerungen von Demokratie zum Trotz! DasWort vom Verrat, den man liebt, den Verräter aber hasst, kehrt sich hier ins Gegenteil, wenn Staaten zum Verräter an Rechtsstaatlichkeit werden. Das Unrechtssystem der DDR lässt grüßen.